Der 2. Expeditionstag am Samstag, den 05.05.2018 ergänzte zunächst den ersten Veranstaltungstag mit einem Rückblick zur Einordnung des Rosenbergs in den Städtebau der Nachkriegszeit. Die Präsentation veranschaulichte aus städtebaulicher Sicht, dass der Rosenberg zur damaligen Zeit ein sehr modernes und zukunftsorientiertes Siedlungsgebiet war.

Die an der Expedition teilnehmenden „Ur-Rosenberger“ beschrieben, dass die Integration in die umliegenden „gewachsenen“ Stadtteile anfänglich noch schwierig war. Es musste zu Beginn eine komplett neue Infrastruktur und eine Identifikation mit der neuen Heimat geschaffen werden. Dies hat aber auch dazu geführt, dass sich starke Gemeinschaften am Rosenberg gebildet haben, die zum Teil bis heute bestehen.

In der Expedition ging es dann mit dem „Blick nach vorn“ weiter, der zunächst auch mit einem Input zu aktuellen Themen der Stadtentwicklung im Bochumer Norden begann.

Die geladenen Gäste, Bezirksbürgermeister Heinrich Donner und der Vorsitzende des Ausschuss für Strukturentwicklung, Dr. Peter Reinirkens, stellten sich im Anschluss den Fragen der Expeditionsteilnehmenden.

Dazu gehörten sowohl der Planungsstand des Ausbau der A 43 und das Verfahren zum Umbau des Schulzentrums Gerthe, als auch Fragen zur geplanten Mobilitätsstation / Kirmesplatz und der allgemeinen Versorgungsstruktur Nord.

Noch intensiver wurde die Diskussion, als es gezielt um Fragen rund um den Rosenberg ging. Es wurde deutlich, dass den Teilnehmenden insbesondere die Umgestaltung des Vorplatzes vor der Ladenzeile ein wichtiges Anliegen ist, um dort die Aufenthaltsqualität zu steigern.

Eine Verbesserung der Infrastruktur, Angebote für Jugendliche und der Pflegezustand / Sauberkeit auf öffentlichen Wegen und Plätzen sind für die Teilnehmenden weitere wichtige Themen.

Der Rosenberg hat aber auch viele Stärken , wie z.B. Freiflächen, viel Grün und verfügt nach Erzählungen der Expeditionsteilnehmer über reichlich Lieblingsorte.

Ideen zur „Stärkung der Stärken des Rosenbergs“ wollen wir am nächsten Expeditionstag weiterdenken und dabei auch die besonderen Orte der Teilnehmenden aufsuchen, um den Rosenberg dann einmal „mit den Augen der anderen zu sehen“.